Erlangen als Sitz des Kreisbienenzüchter-Verbandes Mittelfranken

Bereits am 4. Juli 1875 gründeten sieben Ortsvereine einen Kreisverband Mittelfranken [seit 1.2.1955 genannt Bezirksverband], seit 1882 im Bayerischen Landes-Bienenzüchter-Verein.

Mehrmals wurden die Geschicke dieses Mittelfränkischen Kreisbienenzüchter-Verbandes von Erlangen aus geleitet. Unter den Vorsitzenden Bernhard Walz, dem Gründer unseres Erlanger Ortsvereins, zwischen 1893 und 1905, und unter dem praktischen Arzt Dr. Leonhard Mayer 1924 bis 1927; 1906 bis 1927 war Erlangen auch der Rechtssitz. Die auch im Erlanger Zeidlerverein tätigen mittelfränkischen Verbandssekretäre und Schriftführer Johann Christoph Büttner, Lehrer, 1864 - 1894, und Friedrich Holzinger, ebenfalls Lehrer, 1857- 1912, zwischen 1893/94, bzw. 1894/1900 sind noch zu nennen. Als mittelfränkische Verbands-Kassiere setzten sich 1897 bis 1910, ebenso energisch und uneigennützig in der gleichen Zeit im hiesigen Ortsverein Leonhard Geuder und in der 1950er Jahren Josef Keller ein.

Damit genug der Hinweis auf die überörtlichen Beziehungen der Stadt Erlangen zur Imkerei außerhalb der im Jahre 1907 errichteten Bayerischen Landesanstalt für Bienenzucht, bis 1921 die erste und einzige dieser Art in Deutschland. Zwischen 1922 und 1930 gab ihr Direktor, Universitätsprofessor Dr. Enoch Zander 8 Bände "Erlanger Jahrbuch für Bienenkunde" heraus. 1927 wurde in Erlangen erstmals ein "Bayerischer Imkertag" des Landesverbandes Bayerischer Imker gefeiert, ferner 1957 anläßlich seines 75jährigen Bestehens, zusammen mit der 50-Jahrfeier der Bayerischen Landesanstalt für Bienenzucht, "der Zentrale der deutschen Bienenwissenschaft".

Am 4. September 1988 wird die Bayerische Imker-Vereinigung e.V., Fürth, ihre Hauptversammlung in Erlangen-Frauenaurach abhalten.

 

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