Die benachbarten, teils älteren Ortsvereine

Der Name der heutigen Imkervereine hat sich mehrfach geändert.
Im 18. Jahrhundert, dem Beginn des imkerlichen Vereinswesens, nannte man sich Gesellschaft. Erinnert sei nur an die "Fränkisch-physikalisch-ökonomische Bienengesellschaft", welche der schon oben erwähnte Pfarrer Johann Leonhard Eyrich im Zusammenwirken mit dem Fränkischen Adel 1767 gegründet hatte, und an die "Pfalz-Baierische patriotische Bienengesellschaft zur Hebung der Garten- und Waldbienenzucht" von 1783 in München.

Im 19. Jahrhundert bürgerte sich der Name "Bienenzüchter-Verein", vgl. oben 1839, oder z.B. Coburg (gegr. 17.03.1852) ein.
In Mittelfranken gab es aber seit dem Jahre 1861 noch eine Sonderentwicklung, im Zuge der damaligen Einstellung, mittelalterliche und frühzeitliche Namen wieder zu verwenden, unbeachtet der wesentlich veränderten Betriebsweisen.

In Nürnberg kam man am 7.12.1861 bei der Vereinsgründung zur "Einführung der neuen Methode der Bienenzucht nach Pfarrer Dr. Johann Dzierzon (1811 - 1906) darin überein, daß dieser Verein im Hinblick auf die in der Vergangenheit ruhenden Bedeutung des Zeidelwesens im Gebiete der vormaligen Reichsstadt Nürnberg den Namen ´Zeidlerverein Nürnberg und Umgebung´ anzunehmen habe."

Diesem Beispiel folgte man u.a. 1868 in Altdorf bei Nürnberg, Rothenburg ob der Tauber, 21.7.1869 Fürth in Bayern, 1876/77 in Gustenfelden (1888 umbenannt in Schwabach), Frühjahr 1881 Neustadt an der Aisch, 6.12.1885 Emskirchen, aber am 15.12.1885 entstand ein "Imkerverein Aschaffenburg", Zeidlerverein Baiersdorf (Bezirksamt Erlangen). 1886 und Forchheim im Juni 1890.

Jünger sind die Bienenzüchter-, heutigen Imkervereine Herzogenaurach (1891), Lauf an der Pegnitz (4.6.1899), Gräfenberg (1905) und Hersbruck (14.1.1908), Weisendorf (1912).

Nur der Nürnberger Zeidlerverein und einige jüngere kleinere Ortsvereine sind diesem alten Namen treu geblieben, bzw. haben ihn wieder angenommen (Wendelstein).

 

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