Vereins-Belegstellen

Der Schweizer Thomas Conrad von Baldenstein, der 1844 hoch in den Bergen Graubündens die erste Belegstelle zur Reinbegattung von Bienenköniginnen anlegte, studierte 1801/1802 in Erlangen Rechtswissenschaft, das Stadtarchiv besitzt von ihm Pläne und Ansichten von Erlangen aus dieser Zeit (IV C. L, 2). Über die staatlichen Belegstellen der Bayerischen Landesanstalt auf der Ohrwaschel im Sebalder Reichswald 1908 - 1948 berichtete ich ausführlich in den Erlanger Bausteinen des Heimatvereins, 25. Jg. 1978, S. 46 -50.

Sie versorgte auch die vielen Vereinsmitglieder mit Zuchtstoff, Stamm Nigra.

Die 1919 im Sebalder Reichswald, südlich von Weiher, vom Imker Johann Merz errichtete Belegstelle "Tropfender Fels" wurde ihm am 25. 04. 1935 nach den neuen Zuchtrichtlinien zugleich auch für die Ostsfachgruppe Imker Erlangen bestätigt und bis in den Krieg hinein von Mitgliedern benutzt, im Juli 1953 ihm aber wieder nur als private Reinzucht - Belegstelle By. R. B. 43 vom LVBI anerkannt.

In der Vereinsversammlung vom 10.07.1948 stellte Helmuth Kausche, seit 11. 04. 1948 Vereinsobmann für Zuchtfragen, den angenommenen Antrag, eine Vereinsbelegstelle bei Kleinseebach zu errichten, mit dem Stamm Troiseck. Zusammen mit dem dortigen Landwirt Willi Rentsch, als örtlicher Zuchtobmann, baute er nach und nach ein Reinzuchtgebiet auf, begrenzt von den Orten Baiersdorf, Möhrendorf, Bubenreuth. Wegen der Lage der Ohrwaschel im US-Schießplatz errichtete 1949 die Landesanstalt im benachbarten Markwald eine eigene Belegstelle.

In diesem Gebiet hielt der Verein auch Monatsversammlungen mit Vorträgen, z. B. August 1951 zum Thema "Bauer und Biene", mit anschließender Standbesichtigung, welchen das Erlanger Tagblatt (Nr. 125) eine sehr eingehende, instruktive für dieses wichtige Thema weiterhin werbende Veröffentlichungen widmete.

Im Kleinseebacher Raum war die Landschaft zu offen, daher wurde wieder der Reichswald bevorzugt.

 

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