Satzung

des Imkervereins Erlangen und Umgebung e.V. 1888,
gegründet am 16. Mai 1888 (abgekürzt IVE 1888 ).

Wimpel

 

1
Name, Sitz, Rechtsform und Geschäftsjahr

  1. Der Verein führt die Bezeichnung "Imkerverein Erlangen u. Umgebung e.V. 1888", abgekürzt IVE 1888. Der Verein hat seinen Sitz in Erlangen und ist daselbst im Vereinsregister eingetragen.
  2. Das Geschäftsjahr deckt sich mit dem Kalenderjahr.
  3. Das Vereinswappen beinhaltet einen gelben Bienenkorb mit dem Aufdruck "IVE 1888" auf weißblauem Rautenhintergrund.

 

2
Zweck und Aufgaben

  1. Der Imkerverein Erlangen erstrebt den freien Zusammenschluss aller Imker u. Imkerinnen inner- u. außerhalb des Stadt- u. Landkreises Erlangen. Sinn und Zweck des Vereins ist kein wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb. Seine Zielsetzung dient der Förderung der Bienenzucht, der Befruchtung land- u. forstwirtschaftlicher Nutzpflanzen und der Wohlfahrtswirkungen auf breiter Basis. Seine Zielsetzung ist auf folgende Aufgaben ausgerichtet;
    Fachkundige Belehrung und praktische Bienenpflege durch Vorträge, Lehrgänge, Standbesichtigungen, Lichtbilder, Tonfilme und neuzeitliche Bienenliteratur.
  2. Förderung von Reinzuchtbestrebungen auf anerkannten Belegstellen, Schaffung von Reinzuchtgürteln, Ausbau des Körwesens, Lieferung von Zuchtstoff, unbegatteten Königinnen und Ablegern.
  3. Vorbeugende und medikamentöse Bekämpfung von Bienenkrankheiten, Benennung von sachkundigen Seuchenwarten.
  4. Verbesserung und Intensivierung der Bienenweide.
  5. Kameradschaftliche Unterstützung aller Vereins- u. Verbandmitglieder in Fragen der Bienenhaltung.
  6. Rechtswirksamer und solider Versicherungsschutz durch ein seriöses Versicherungsunternehmen.
  7. Alle Arbeiten der Vorstandschaft und Vereinsmitglieder sind ehrenamtlich. Vergütet nach den staatlichen Richtsätzen werden nur Tages- u. Übernachtungsspesen und Auslagen für Fahrtkosten.
    Der Verein darf niemanden durch zweckfremde Ausgaben oder durch unmäßig hohe Vergütungen begünstigen.
  8. Das Vereinsvermögen ist zweckgebunden. Spart der Verein vorübergehend Zweckvermögen an, so kann dies nur im Sinne zweckgebundener Förderung der Bienenzucht verausgabt werden.

 

3
Mitgliedschaft und Gliederung

Der IVE 1888 gliedert sich in:
  1. ordentliche Mitglieder
  2. Ehrenmitglieder
  3. fördernde Mitglieder
Ordentliches Mitglied kann jede Person werden, sofern ihr die bürgerlichen Ehrenrechte nicht aberkannt sind. Auch Jugendliche können mit Zustimmung ihres gesetzlichen Vertreters aufgenommen werden. Desgleichen können Institute, Firmen oder Körperschaften direkt dem Ortsverein beitreten. Personen in der Bayer. Imkervereinigung e.V., die sich um die Imkerei verdient gemacht haben, können durch die Verbandsvorstandschaft zu beitragsfreien Ehrenmitgliedern ernannt oder mit Auszeichnungen geehrt werden.

 

4
Erwerb der Mitgliedschaft

Die Mitgliedschaft ist durch Einreichung einer schriftlichen Beitrittserklärung zu beantragen. Über die Aufnahme entscheidet die Mitgliederversammlung.

 

5
Beendigung der Mitgliedschaft

Die Mitgliedschaft endet:
  1. durch Tod, zum Ende des laufenden Geschäftsjahres
  2. durch schriftl. Austrittserklärung, 3 Monate vor Ablauf des Geschäftsjahres, d.h. bis spätestens 30. September des Kalenderjahres.
  3. durch Beitrittsrückstand von mehr als einen Jahr, das Mitglied ist nach zweimaliger ergebnisloser Aufforderung schriftlich von seinem Ausschluß zu benachrichtigen.
  4. durch vereins- bzw. verbandsschädigendes, satzungswidriges oder unehrenhaftes Verhalten.
    Ausschlußverfahren: Der Ausschluß eines Mitgliedes wird durch die Vorstandschaft ausgesprochen. Der Beschluß ist dem Mitglied vom Vorstand schriftlich, d.h. mit eingeschriebenen Brief zu eröffnen. Vor der Beschlussfassung ist dem Mitglied innerhalb von 30 Tagen Gelegenheit zu seiner Rechtfertigung einzuräumen.
    Gegen den Ausschluß kann bis zur nächsten Monatsversammlung Beschwerde eingelegt werden, in der dann endgültig entschieden wird. Bis zu dieser Entscheidung ruhen alle Rechte und Pflichten des ausgeschlossenen Mitgliedes.
    Ausgeschiedene Mitglieder haben kein Recht auf Inanspruchnahme des Vereinsvermögens.

 

6
Rechte und Pflichten der Mitglieder

  1. Jedes Mitglied hat das Recht, dass
  2. a)   seine Interessen durch den Verein jederzeit wahrgenommen werden,
    b)   es zu allen Versammlungen und Veranstaltungen ungehinderten Zutritt hat,
    c)   es bei der Bayer. Imkervereinigung e.V. Anträge stellen kann,
    d)   es die vom Verein geschaffenen Einrichtungen und Vergünstigungen benützen und in Anspruch nehmen kann.
  3. Jedes Mitglied hat die Verpflichtung:
  4. a)   die Bestrebungen des Ortsvereins und die der Bayer. Imkervereinigung zu fördern,
    b)   die Satzungen und Beschlüsse des Ortsvereins und der Verbandsorgane zu respektieren,
    c)   die Verbandsbeiträge rechtzeitig zu entrichten und
    d)   die Vereinseinrichtungen schonend zu behandeln und Schaden abzuwenden. Schaden durch unsachgemäße Handhabung der Vereinseinrichtungen ist vom Verursacher zu ersetzen.

 

7
Der Ortsverein

Mitglieder einer oder mehrerer politischer Gemeinden bilden einen Ortsverein.
Der Ortsverein besteht aus:
a)   dem mehrgliederigen Vorstand des Ortsvereins,
b)   es zu allen Versammlungen und Veranstaltungen ungehinderten Zutritt hat,
c)   es bei der Bayer. Imkervereinigung e.V. Anträge stellen kann,
d)   es die vom Verein geschaffenen Einrichtungen und Vergünstigungen benützen und in Anspruch nehmen kann.
Der gewählte Ortsvorstand ist gehalten den Ortsverein im Sinne der BIV zu verwalten. Er sorgt für die Einhebung der Mitgliedsbeiträge und für deren rechtzeitige Ablieferung an die BIV. Der Schriftführer ist für die Protokolle verantwortlich die vom 1., gegebenenfalls vom 2. Vorsitzenden und vom Schriftführer zu unterzeichnen sind. Der Vorstand tritt nach Bedarf zusammen und wird vom 1., gegebenenfalls vom 2. Vorsitzenden einberufen.
Die Einzelvertretungsbefugnis des 1. und 2. Vorsitzenden bewirkt bei Ausfall des 1. Vorsitzenden, dass der Vorstand handlungsfähig ist. Der Ältestenrat, bestehend aus 3 Mitgliedern, nimmt Stellung vor Neuaufnahmen und vermittelt in Schlichtungsfällen. Jedes Vereinsmitglied erhält eine Satzung.

Bei der Jahreshauptversammlung sind vorzulegen:
  1. der Tätigkeitsbericht des Vorsitzenden,
  2. der Kassenbericht des Schatzmeisters,
  3. Entlastung des Schatzmeisters,
  4. Bekanntgabe anstehender Wahlen.
Zwischen Bekanntgabe der Einladung und dem Tage der Jahreshauptversammlung ist eine Frist von 14 Tagen erforderlich. In der Einladung ist die Tagesordnung bekannt zugeben. Anträge sind 3 Tage vor der Versammlung an den 1. bzw. 2. Vorsitzenden schriftlich einzureichen.

 

8
Wahlen

Die anwesenden Mitglieder wählen den Vorstand mit einfacher Stimmenmehrheit. Die Wahl für den Vorstand ist geheim und auf 3 Jahre befristet. Liegt nur 1 Wahlvorschlag vor, kann durch Akklamation abgestimmt werden. Die weiteren Vorstandsmitglieder sind in je einem Wahlgang gesondert zu wählen. Bei Stimmengleichheit ist ein 2. Wahlgang erforderlich. Ergibt dieser abermals Stimmengleichheit, dann entscheidet das Los. Der alte Vorstand bleibt bis zur Neuwahl im Amt.

 

9
Die Vorstandschaft

Die Amtszeit der neu gewählten Vorstandschaft beginnt sofort. Die Wiederwahl der Vorstandschaft ist zulässig. Scheidet ein gewähltes Mitglied aus, erfolgt eine Ergänzungswahl durch die nächste ordentliche Mitgliederversammlung.

 

10
Abberufung von Vorstandsmitgliedern

Der Ausschluß einzelner Mitglieder aus der Vorstandschaft kann durch die Vereinsmitglieder erfolgen, sofern sich das Vorstandsmitglied eine grobe Pflichtverletzung zu Schulden kommen lässt oder wenn 1/3 der Vereinsmitglieder dies verlangt. Die Beschlüsse sind zu protokollieren und vom Vorsitzenden und 1. Schriftführer zu unterzeichnen. Die Mitgliederversammlung ist beschlussfähig, wenn sämtliche Vereinsmitglieder geladen worden sind und mindestens 20 Vereinsmitglieder anwesend sind. Der Vorstand fasst seine Beschlüsse mit einfacher Stimmenmehrheit. Stimmengleichheit wird als Ablehnung gewertet.

 

11
Vereinsvermögen

Das Vereinsvermögen besteht aus den Vereinsbeiträgen, Spenden und dem Wert bestehender Sachvermögen.

 

12
Kassenprüfung

Die Vorstandschaft benennt für das abgelaufene Kalenderjahr 2 Kassenprüfer, die nach sachlichen und wirtschaftlichen Belangen die Einnahmen und Ausgaben überprüfen und der Mitgliederversammlung Bericht erstatten. Liegen bezüglich der Führung der Kassenbücher keine Mängel vor, wird der Schatzmeister und die Vorstandschaft von der Mitgliederversammlung entlastet. Unstimmigkeiten sind zu klären oder die Entlastung ist abzulehnen.

 

13
Streitigkeiten und Schlichtung

Meinungsverschiedenheiten von grundsätzlicher Bedeutung für die Vereinsgeschäfte sind von den anlesenden Mitgliedern und dem Vorstand durch einfache Stimmenmehrheit zu klären. Stimmengleichheit gilt als Ablehnung. Vor der Abstimmung hat der Ältestenrat zu vermitteln.

 

14
Auflösung des Vereins

Über die Auflösung des Vereins beschließt eine eigens zu diesem Zwecke einberufene Hauptversammlung. Zur Beschlussfähigkeit ist eine Dreiviertel-Mehrheit der abgegebenen Stimmen notwendig und die Anwesenheit von zwei Drittel aller Vereinsmitglieder. Andernfalls muss eine neue Hauptversammlung einberufen werden, die ohne Rücksicht auf die Zahl der anlesenden Mitglieder mit Dreiviertel Stimmenmehrheit beschlussfähig ist. Das Vereinsvermögen ist, sofern sich innerhalb Jahresfrist kein neuer Verein konstituiert, nach Abzug aller Verbindlichkeiten an den jeweiligen Verband an den der Verein angeschlossen ist, zu übereignen. Die Liquidation ist im Einvernehmen mit dem zuständigen Dach-Verband, der 1 Jahr lang das Vereinsvermögen treuhändlerisch verwaltet, durchzuführen.

 

Beschlossen in der Jahreshauptversammlung am 29. Okt. 1981

Erlangen, den 29. Okt. 1981

Die Vorstandschaft
Der 1. Vorsitzende